Auch der Baufinanzierer Interhyp konstatiert eine zunehmende Beruhigung der Preiskurve. Interhyp-Chef Jörg Utecht resümiert: „Im Gesamtjahr 2022 sind die Durchschnittspreise um 7,5 Prozent gesunken, im ersten Halbjahr 2023 nur noch um 3,2 Prozent.“ Und: Zwischen April und Juni konnte eine weitgehende Konstanz beobachtet werden.
Der Greix-Immobilienpreisindex des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) geht mit seiner Prognose auf Basis der jüngsten Analysen sogar noch einen Schritt weiter. Der „German Real Estate Index“ misst dabei die 18 größten Städte Deutschlands. Für das zweite Quartal hat der Greix Unterschiede zwischen Eigentumswohnungen und Ein- oder Mehrfamilienhäusern ausgemacht: So sind die Preise für Eigentumswohnungen im zweiten Viertel des Jahres im Vergleich zum ersten zwar noch geringfügig um 0,3 Prozent gefallen – die Preise für Ein- und Mehrfamilienhäuser stiegen dagegen um jeweils 2,4 und 1,8 Prozent.
Moritz Schularick, Präsident des IfW Kiel, gibt daher zu Protokoll, dass die jüngsten Zahlen des Greix eindeutig zeigen, dass sich der Preisrückgang am Immobilienmarkt deutlich abflache und regional bereits wieder ein Anstieg zu beobachten sei. Eine Trendwende hin zu wieder einheitlich steigenden Preisen sei damit aber keineswegs eingeläutet.